U11-Spieltag in Bonn

Mit einem deutlich dezimierten Team, ohne die Kapitänin und ohne die Stammbetreuer reiste das Team Heljens Haie 2 nach Bonn, standen doch zeitgleich in Hessen die Westdeutschen Meisterschaften in der U13 an. Keine optimalen Voraussetzungen für die Spiele gegen den aktuell ersten und zweiten der Tabelle. Auch das Team Heljens Haie 1 war nicht als Unterstützung dabei, denn dies hatte spielfrei.

 

Doch frei nach dem Motto „Wir haben nichts zu verlieren.“ stürzten sich die Mädchen aus Heiligenhaus in die anstehende Abwehrschlacht, zunächst gegen den Tabellenzweiten Dümpten. Die Moral stimmte, jeder kämpfte für jeden. Jeder half in der Abwehr. Und auch die Anfangsschwäche, unter der die Mädchen beim vergangenen Spieltag in Mülheim in den ersten Sekunden litten, zeigte sich hier nicht. So musste die Torhüterin der Haie erst nach über 7 Minuten das erste mal hinter sich greifen. Auch nach dem Halbzeitpfiff war noch alles drin, es stand 2:0 für Dümpten Mülheim.

 

In der zweiten Spielzeithälfte merkte man, dass die Kräfte nachließen. Nicht körperlich, sondern kopfmäßig. So kam es zu Unaufmerksamkeiten bei der Aufstellung und auch beim Auswechseln. Die Dümptener nutzten die dadurch entstandenen Chancen aus und erhöhten nach und nach bis zum Endstand von 0:7.

 

Nun standen die Heiligenhauserinnen dem Tabellenersten und einladenden Team aus Bonn gegenüber, welches die Zuschauer im Rücken hatte und ging nach 47 Sekunden unerwartet in Führung. Die verdutzten Bonner wollten dies natürlich nicht auf sich sitzen lassen, konzentrierten sich und zeigten wieder einmal ihr durchweg gutes Kombinationsspiel, welches insbesondere durch eine sichere Ballführung bei allen Spielern des Teams möglich ist. So hatten die Mädchen nicht nur den schnell zwischen den Spielern fließenden Ball, sondern auch noch relativ frisch aufspielende Bonner gegen sich, da diese weit mehr Auswechselspieler in der Halle hatten als die Haie-Mädchen. Der 5:1 Zwischenstand zur Halbzeit für die Jungs aus Bonn war absolut gerechtfertigt.

 

Das man aber nicht nur für eine Abwehrschlacht, sondern auch zum Tore Schießen nach Bonn gereist war, zeigte wieder einmal die abschlußstärkste Spielerin des Teams und versenkte den Ball erneut nach dem Anpfiff der zweiten Hälfte im Tor der Bonner. Auch die Rolle der an diesem Wochenende in Hessen spielenden Kapitänin vertrat sie würdig. Doch unbeeindruckt von diesem erneuten Dämpfer machte Bonn „sein Ding“ und erhöhte Tor um Tor bevor es abermals die heutige Kapitänin der Haie war, die den Deckel zumachte und den 3:11-Endstand für Bonn besiegelte.